Ganz oben

Vielleicht gelingt es den Deutschen ja beim nun anstehenden Release des dritten Tokio Hotel-Albums endlich zu seinen derzeit einzigen Weltstars zu stehen. Für mich lassen "Automatisch" und der zueghörige Clip keinen Zweifel: damit katapultieren sich die Jungs nun endgültig in den kommerziellen Olymp. Spannung verspricht zudem die gleichzeitige weltweite Release des Albums, ein Novum für die Band - zumal gleichzeitig als deutsch- und englischsprachige Version.

Ganz bewusst hier eine Version des Videos mit von Fans eingefügter spanischer Übersetzung - zeigt sie doch, wie der Hype jetzt schon wieder um sich greift. Großartiger Song durchaus.

 

Posted on Samstag, September 5, 2009 at 15:18 by Registered CommenterChristoph | Comments2 Comments

Goodbye, E-Mail

Vor einiger Zeit habe ich an dieser Stelle einen Nachruf auf die CD verfasst - und seitdem tatsächlich keine einzige mehr gekauft, aber einige Alben online gekauft. Heute feiern wir nun das Ende eines weiteren Mediums...also, mit deutlichen Abstrichen natürlich: Goodbye, E-Mail.

Klar: Im Berufsalltag absolut unverzichtbar. Aber mein privater Posteingang besteht in den letzten Monate eigentlich nur noch aus Newslettern und Ähnlichem. Kunststück - wenn ich nicht schreibe, antwortet auch keiner. Zum 25-jährigen Jubiläum der Mail, dass dieser Tage hier und da gefeiert wird, erschien heute u.a. in der Online-Ausgabe der FTD ein Beitrag, der exakt meine Erfahrung wiedergibt: Der Artikel "Facebook kills the E-Mail-Star" bringt es leider auf den Punkt.

Eigentlich bedauernswert, habe ich doch über die letzten Jahre so viele wunderbare Mails erhalten - und mir in besten Zeiten mehrmals wöchentlich auch einmal eine ganze Stunde Zeit genomen, Erlebtes zu verarbeiten und wiederzugeben. Heute denke ich in Statusmeldungen und dabei kommt so Großes heraus wie in meiner aktuellsten Wortmeldung heute Nachmittag: "In der ersten Klasse betreut Sie heute Herr Tietz".

Selbst das führt jedoch zu Kommentaren. Und weil 100 andere Leute Ähnliches schreiben, ist eigentlich jeglicher Kommunikationsbedarf gedeckt. Und so ertappe ich mich dabei, keine E-Mails mehr zu schreiben - und letztlich ja auch nicht mehr zu bloggen, weil...dauert zu lange.

Goodbye, E-Mail? We'll see...

Posted on Montag, August 3, 2009 at 19:52 by Registered CommenterChristoph | CommentsPost a Comment

Das neue "Heute Journal"

Ist leider ein einziger kolossaler Irrtum. Zu groß, zu kalt, zu gewollt, zu seelenlos.

Schade um Claus Kleber und Gundula Gause, die nun sichtlich verloren mitten im kühlen Nichts stehen. Schade um meine beinahe allabendliche Nachrichtensendung, deren Charme im neuen Gewand keine Überlebenschance mehr zu haben scheint.

Posted on Sonntag, Juli 19, 2009 at 21:56 by Registered CommenterChristoph | Comments2 Comments

Kostbar

Die Stadt ist heute mal wieder wie ein Song. Was für ein wundervoller Abend das war. Er lässt mehr Fragen zurück als Antwoten, aber er fühlt sich gut an.

Ich komme hier und bei mir mehr und mehr an. Es geht hier nicht um Sex, auch wenn ich nicht darauf verzichten möchte. Es geht hier nicht um unvernünftig ausgestaltete Partynächte, auch wenn ich nicht darauf verzichten möchte. Es geht darum, dass ganz sicher Jemand fehlt hier und das schon viel zu lange.

Und doch habe ich hier in dieser Stadt die verdammt noch mal wundervollsten Menschen um mich herum, die ich jemals um mich herum hatte und das alles hier fängt gerade erst an. Und so lange mich Klee auf meiner Reise durch dieses Leben begleiten, kann mir schon einmal überhapt gar nichts passieren.

Klee - Erinner Dich

Posted on Freitag, Juni 5, 2009 at 00:36 by Registered CommenterChristoph in , , , | CommentsPost a Comment

Gastbeitrag von Simon: Kreislauf der Berührung - die Maschine läuft

Ich habe mich in letzter Zeit , was die Häufigkeit und Regelmäßigkeit meiner Blogeinträge betrifft, nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Umso erfreuter war ich, als mir gestern ein guter Freund von mir - Simon - anbot, einen Gastbeitrag zu schreiben. Hier das Ergebnis:

Es gibt wohl kaum eine vergleichbare Sendung im modernen Plastikfernsehen, die derart unterschiedliche Menschen gleichsam anspricht. Wenn ich so über den Campus schlendere sind Heidi Klums Topmodels bei allen Grüppchen Thema – egal ob blond, brünett, braun, rasterfari oder baggystylesk. In Erwartung eines seichten Bruce Willis-Films war es auch mir am vergangenen Donnerstag vergönnt, hin und wieder zu Pro 7 und der nervigsten Werbeansagerin des deutschen Fernsehens zu schalten. Das Format hat seine Stärken, wenn weder die Jury spricht noch irgendwann jemand wartet, also wenn die Mädels zu Models werden. Obwohl böse Zungen behaupten, dass die Siegerin schon längst vor der Finalausgabe feststand, zeigen sie hier nochmal was sie können. Die Top 3 schön im Bikini, später die besten 17 in einem längeren Walk.

Erneut ist mir aber aufgefallen, welch hervorragende Arbeit die Musikredaktion der Sendung gemacht hat. Sowohl beim Bikiniwalk, als auch bei den Top17 war ich nicht nur beeindruckt von der Eleganz der jungen Textilpräsentationsriege, auch die Backgroundmusik hat mich neugierig gemacht. Alle Raffinessen der modernen Technik nutzend, habe ich am Tag darauf schnell meine Lieder ausfindig gemacht: Hier alles nochmal on-demand angesehen, Musikerkennung auf dem Handy angeschaltet, sogleich im Musikgeschäft des großen Apfels einmal nachgeschlagen. Jungle Drum von Emiliana Torrini sowie Touched von VAST konnten nach mehr oder minder langem Aufenthalt in der Versenkung auf ProSieben Renaissance feiern.

Besonders das Visual Audio Sensory Theater hat es mir angetan, das 1998er Album mit „Touched“ läuft seit dem Wochenende hoch und runter. Extravagante, aber kompatible Harmonien, ein Mix aus Gitarren, Choral und Streichern – einfach Klasse zum verspielten Träumen.

Wie gut Germanys Next Topmodel nicht nur inszeniert, sondern auch nachverwertet, hat sich im finalen Akt dann mit Blick auf die aktuelle iTunes-Verkaufsliste gezeigt. Sowohl Touched als auch Jungle Drum sind in den Top 4 der Maxis. Letztere Erkenntnis habe ich vom Co-Schöpfer dieses Blogs, Benny, erhalten, dem ich diese Geschichte vorher erzählte. Darum dieser Gastbeitrag, bloggen ist eine Freude... Euer Simon

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