Goodbye, E-Mail
Vor einiger Zeit habe ich an dieser Stelle einen Nachruf auf die CD verfasst - und seitdem tatsächlich keine einzige mehr gekauft, aber einige Alben online gekauft. Heute feiern wir nun das Ende eines weiteren Mediums...also, mit deutlichen Abstrichen natürlich: Goodbye, E-Mail.
Klar: Im Berufsalltag absolut unverzichtbar. Aber mein privater Posteingang besteht in den letzten Monate eigentlich nur noch aus Newslettern und Ähnlichem. Kunststück - wenn ich nicht schreibe, antwortet auch keiner. Zum 25-jährigen Jubiläum der Mail, dass dieser Tage hier und da gefeiert wird, erschien heute u.a. in der Online-Ausgabe der FTD ein Beitrag, der exakt meine Erfahrung wiedergibt: Der Artikel "Facebook kills the E-Mail-Star" bringt es leider auf den Punkt.
Eigentlich bedauernswert, habe ich doch über die letzten Jahre so viele wunderbare Mails erhalten - und mir in besten Zeiten mehrmals wöchentlich auch einmal eine ganze Stunde Zeit genomen, Erlebtes zu verarbeiten und wiederzugeben. Heute denke ich in Statusmeldungen und dabei kommt so Großes heraus wie in meiner aktuellsten Wortmeldung heute Nachmittag: "In der ersten Klasse betreut Sie heute Herr Tietz".
Selbst das führt jedoch zu Kommentaren. Und weil 100 andere Leute Ähnliches schreiben, ist eigentlich jeglicher Kommunikationsbedarf gedeckt. Und so ertappe ich mich dabei, keine E-Mails mehr zu schreiben - und letztlich ja auch nicht mehr zu bloggen, weil...dauert zu lange.
Goodbye, E-Mail? We'll see...
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